Montag, 24 Juli 2017
  • Leerstand in Oppenheim - Erste Erfolge

  • Der Info-Kommunal 2015-02 ist erschienen

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10 Punkte für die Oppenheimer Altstadt

Die Oppenheimer Altstadt stirbt seit Jahren. Der Parkraumbewirtschaftsvertrag im Jahr 2007 hat die

Chancen für eine Erholung der Altstadt nicht nur verschlechtert, sondern fast unmöglich gemacht.

Heute gibt es fast keine Geschäfte mehr in der Altstadt. Touristen kommen in Reisebussen, besichtigen

den Oppenheimer Untergrund und fahren wieder. Die Oppenheimer Gewerbetreibenden haben davon

keinen Nutzen. Bemühungen, die leer stehenden Läden zu aktivieren, waren nur vereinzelt erfolgreich.

Momentan gibt es in den Hauptstraßen eine große Anzahl leerstehender Geschäfte. Ein so großes

und schwieriges Projekt kann ohne Konzept und Projektgruppe niemals erfolgreich bewerkstelligt

werden. Deshalb haben wir uns Gedanken um unsere schöne Altstadt gemacht, wie wir ohne knappe

Haushaltsmittel zu verschwenden, mittel- bis langfristig Oppenheim‘s Altstadt wieder „beleben“ können. Im

Ergebnis steht unser Rohkonzept „10-Punkte-für-Oppenheim“. Wir sind uns dessen bewusst, dass manche

Aktivitäten bereits vorhanden sind und unser Rohkonzept nicht abschließend ist. Dennoch wollen wir unseren

Willen zur Altstadtbelebung Nachdruck verleihen.

1.) Bildung einer Projektgruppe (Ehrenamt ohne Aufwandsentschädigung)

     ... unter der Leitung des Bürgermeister's oder des zuständigen Beigeordneten

     Jede im Stadtrat vertretene Partei stellt zwei fachlich versierte Projektgruppenmitglieder

     Personen mit spezifischer Aufgabe (Fachberater, Gutachter, etc.) werden bei Bedarf eingeladen

2.) Dokumentation des IST-Zustandes, Läden(sollte vorliegen)

     vorhandene Läden, Eigentümer, Leerstände, etc

3.) Entwicklung eines Standortkonzeptes (welches Gewerbe)

     Um Konkurrenz zum alten und neuen Gewerbegebiet zu vermeiden, greift

     für die Altstadt nur ein touristisches Konzept. Im Vorfeld muss klar definiert

     werden, welche Arten von Geschäften angesiedelt werden sollen.

4.) Ermittlung der Chancen und Risiken (Entwicklung von Alternativen)

     Betrachtung der zu erwartenden Auswirkungen und Entwicklungen unter

     Berücksichtigung der Erwartungen und Entwicklung von Steuerinstrumenten.

5.) Erarbeitung alternativer Vermietungskonzepte für Geschäfte und Freiflächen

     Qualifizierte Zeitmietverträge mit Nebenkostenpauschalen für definierte Zeiträume

     und größtmögliche Flexibilität von Geschäftsideen.

6.) Regelmäßige öffentliche Vorstellung der Ergebnisse durch die Projektgruppe

     Um die freiwillige Mitarbeit der Bürger zu ermöglichen, sollte dies nicht nur durch

     Zeitung und Internet, sondern durch öffentliche Präsentation im Rathaus erfolgen.

     Ein Mitglied pro Partei soll jeweils anwesend sein, um Parteilichkeiten auszuschließen.

7.) Überarbeitung des Verkehrskonzeptes

     Lenkung von Verkehrsströmen, Nachverhandlung des Parkraumbewirtschaftungsvertrages

8.) Entwicklung eines Vermarktungskonzeptes

     Unter Einbeziehung des Touristikbüro, etc.

     Entwicklung von Wochenendpaketen mit lokalen Reiseveranstaltern

9.) Gezielte Werbung im Internet und auf der Straße, Register mobiler Händler

     Z.B. eine leicht zu findende Rubrik auf der Internetseite der Stadt Oppenheim

     Durch mobile Händler können auch bei Festen Lücken geschlossen werden 

10)Hilfe und Begleitung bei allen Vermietungsprozessen (Vermietungs-Paten)

     Um Flexibilität und Pioniergeist bei den Ladeneigentümern zu erreichen, muss diesen auch

     eine Sicherheit geboten werden. Durch fachkundige Vermietungspaten, welche unentgeltlich

     Hilfestellung in allen Phasen der Vermietung bieten, kann sich die Bereitschaft zur Vermietung

     gerade bei älteren Vermietern) deutlich erhöhen lassen.

Die Ansiedlung der Postfiliale in der Altstadt wird sicherlich einige Probleme durch Pakettransporter

und Kundenströme nach sich ziehen. Dennoch sind es genau diese Kundenströme, welche eine An-

siedelung neuer Geschäfte in deren unmittelbarer Nähe bewirken können. Diese Kundenfrequenz

wird sicherlich nicht ausreichend sein, aber es ist ein Anfang. Durch Schaffung zusätzlicher Publikums-

anreize, wie mobile Händler und wochenendoffene Geschäfte, können weitere Kundenfrequenzen

durch Einheimische, regionale Besucher und Wochenendtouristen generiert werden. Auch ein Motorrad-

hotel, z.B. im alten Gewerbegebiet oder im alten Amtsgericht wäre ein echter Publikumsmagnet. Fakt ist,

dass sich Geschäfte nur die Mischung aus einheimischen und touristischen Kundenströmen, bei moderaten

Mieten halten lassen. Es muss auch klar sein, dass nur verkaufende Geschäfte und Gastronomie sinnvoll

sind. Ladengeschäfte in Büroräume oder Wohnräume umzuwandeln, verschlechtert die Chancen der Altstadt

dauerhaft.

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