Dienstag, 26 September 2017
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Nachruf zum Tod von Norbert Becher
(von Helmut Krethe ehem. Vorsitzender)

Alles nimmt der Tod, wenn er das Ende ist.
Alles gibt der Tod, wenn er die Wende ist.
Und jeder Tod, jeder Abschied von einem lieben Menschen tut weh.
Solange wir an Norbert Becher denken und von ihm reden, ist er mitten unter uns.

Norbert Becher ist tot, aber Norbert Becher lebt.
Dieser nach dem ersten Hinhören so scheinbare Widerspruch ist kein Widerspruch.
Der Sänger Udo Lindenberg singt in einem Lied die folgenden Worte:  „…und hinterm Horizont geht es weiter.“
Ein jeder von uns hat schon einmal einem Schiff nachgeschaut und irgendwann verschwand dieses Schiff hinterm Horizont.
Und dann sagt ein jeder: „Das Schiff ist weg, ich kann es nicht mehr sehen.“
Auf der anderen Seite steht ein Mensch, der sagt zur gleichen Zeit:
„Da kommt das Schiff, ich kann es sehen.“
Und hinterm Horizont geht es weiter.

Norbert Becher befindet sich hinterm Horizont. Warum soll er sich aus unseren Gedanken entfernen, nur weil er außerhalb der Sicht ist?
Und hinterm Horizont geht es weiter.

Norbert Becher ist während seiner 36jährigen Mitgliedschaft ein äußerst aktives Mitglied der CDU-Oppenheim gewesen. Er war ein wesentlicher Bestandteil seiner, unserer CDU.

In vielen Gremien war Norbert Becher aktiv. Ich nenne seine Tätigkeit als Kreistagsabgeordneter. In der Schulpolitik hat er sich hier einen Namen gemacht.
Ich nenne seine jahrelange Tätigkeit als Mitglied des Verbandsgemeinderates.
Als Fraktionsgeschäftsführer hielt er die Fäden der Fraktion zusammen.
Ich nenne seine Tätigkeit als zunächst 2. und dann 1. Beigeordneter der Stadt Oppenheim und nicht zuletzt seine Tätigkeit als Bürgermeister dieser Stadt von 1984 bis 1989 sowie den Oppenheimer CDU-Vorsitz in 15 Jahren.

Die Grundlagen, auf denen seine Bürgermeister-Nachfolger aufbauen konnten, hat Norbert Becher gelegt.

Beispielhaft möchte ich nennen:                      

·         die Einführung von „Essen auf Rädern“ mit dem DRK-Oppenheim,

·         die Herstellung des Baugebiets „Im Kläuerchen“,

·         das Baugebiet und das Gewerbegebiet „Kette-Saar“,

·         die kleine Umgehung B 9,

·         die Sanierung des Hochwasserdamms mit Rüttelschmalwand bis an die Gemarkungsgrenze Dienheim

·         die Gründung der Musikschule, später übergegangen in die VG,

·         der Neubau der Turnhalle der Grundschule Oppenheim,

·         der Neubau des Feuerwehrgerätehauses Nierstein/Oppenheim,

·         die Einführung der Altstadtsanierung,

·         die Theaterfestspiele in der Landskrone,

·         die Einleitung der umfangreichen Grabungs- und Forschungsarbeiten in der Ruine Landskrone,

·         die Rettung des Stadtarchives vor dem Zerfall,

·         der Ausbau des Arbeits- und Schutzhafens durch die Wasser- und  Schifffahrtsdirektion, (damit wurde der Ausbau des Botthafens ermöglicht), 

·         die Änderung der Verkehrsführung in Oppenheim (Stichwort: Einbahnregelungen),

·         Die Übergabe des Jugendhauses in die Verantwortlichkeit des Evang. Dekanats Oppenheim,          

 

Auch bei der Organisation mehrerer Veranstaltungen war auf Norbert Becher stets Verlass.

Sie sehen, Norbert Becher war ein rühriger Bürgermeister, der stets ein offenes Ohr für die Belange der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt hatte.

In Anerkennung und Würdigung seiner besonderen ehrenamtlichen Verdienste um die Gesellschaft und die Mitmenschen wurde Norbert Becher im Jahre 1996 mit der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.
Die Ehrenbürgerwürde der Stadt Oppenheim wurde ihm am 29. Februar 2008 verliehen.
Die Generalversammlung der CDU-Oppenheim ernannte Norbert Becher am 6. März 2008 zum Ehrenvorsitzenden.

Norbert Becher war ein Mensch, der ihm gestellte Aufgaben annahm und sie zu einer Lösung führte.

Die Mitglieder und Freunde der CDU-Oppenheim verneigen sich in tiefer Dankbarkeit vor einem Aktivposten unseres Stadtverbandes. Er wird uns allen fehlen.

Je schöner und voller die Erinnerungen, desto schwerer die Trennung.

Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung in eine stille Freude.
Man trägt das vergangene Schöne nicht wie einen Stachel, sondern wie ein kostbares Geschenk in sich.

Niemand geht von uns, er geht uns nur voraus.
Überall sind Spuren Deines Lebens, Gedanken, Bilder, Augenblicke und Gefühle.
Sie werden uns an Dich erinnern und uns glücklich und traurig zugleich machen

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