Dienstag, 26 September 2017
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I/02/2014-2019 - Antrag zur Stadtratssitzung am 29.04.2015

Instandsetzung der Wasserzufuhr am Krötenbrunnen

Beschlussvorschlag

1. Der Stadtrat der Stadt Oppenheim beauftragt die Verwaltung, ein qualifiziertes örtliches oder regionales Unternehmen zu beauftragen, die Verbindungsleitung zwischen dem Sandfang im Krötenbrunnen-Quellstollen und dem Brunnen selbst zu überprüfen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um das Wasser wieder in vollem Umfang dem Brunnen zuzuführen.

2. Darüber hinaus  ist die VG zu beauftragen, die Wasserabführung des vom Brunnen hangabwärts führenden Grabens Richtung Vorfluter und Regenrückhaltebecken an der DLR zu überprüfen und diesen ggf. sofort in Stand zu setzen.

Begründung:

Zu 1.: Der Krötenbrunnen ist die einzige noch fließende, oberirdische Quelle auf der Gemarkung Oppenheims, die der Öffentlichkeit zugänglich ist. Dem Brunnen kommt alleine durch seinen Namen bereits eine touristische Bedeutung zu – auch wenn der Brunnen selbst nicht historischer Natur ist. Dies schmälert jedoch nicht den Freizeitwert und das öffentliche Interesse an dieser Anlage. Nebenbei passieren unter anderem auch der Weinerlebnisweg, der Rheinterrassenweg und der Rheinhöhenweg den Brunnen.

Nicht unerwähnt bleiben darf der Sicherheitsaspekt, der der korrekten Funktion dieser Wasserabführung in der rutschgefährdeten und in der Vergangenheit erheblich durch Rutschungen betroffenen Hanglage zukommt.

Der Krötenbrunnen führt seit geraumer Zeit scheinbar praktisch kein Wasser mehr. Bei genauerer Betrachtung fällt jedoch auf, dass die Wasserführung aus dem Quellstollen nicht wesentlich abgenommen hat, sondern dass das Wasser aus der Quelle den Brunnen „umgeht“ und direkt in den Graben fließt.

Die Ursache liegt aller Wahrscheinlichkeit nach in einem Defekt oder auch nur der Verschlammung/Versandung der Frostsicherung („Weiche“), die zwischen Quellstollen und Brunnen unterirdisch in die Leitung eingebaut ist. Diese soll, sofern sie richtig funktioniert, der Wasserleitung beim Einfrieren des Brunnenspeiers im Winter eine seitliche Druckentlastung in den Graben ermöglichen und das Wasser, das auch im Winter der Quelle entströmt, dem Graben direkt zuführen. Beim Auftauen der Leitung fließt das Wasser dann im Frühling wieder geradeaus in den Brunnen.

Es zeigt sich numehr, dass diese seitliche Entlastung seit zwei Jahren auch außerhalb der Frostperiode von der weitaus größeren Wassermenge bevorzugt wird, und nur noch ein geringer Teil des Quellwassers den Brunnen erreicht. Von der Grabenbrücke aus ist deutlich zu sehen, dass das Wasser an zwei Stellen in den Graben einfließt. Direkt an der Brücke mündet der Abfluss des Brunnens ein, wenige Meter oberhalb die seitliche Druckentlastung.

Der Zustand deutet eindeutig auf einen Defekt der Wasserleitung oder der Druckentlastung hin – bestenfalls eine Versandung/Verschlammung, möglicherweise jedoch Schlimmeres - und bedarf alleine schon aus Gründen der Sicherheit einer umgehenden Behebung.

Der Graben ist ein Gewässer III. Ordnung, hierfür ist die VG zuständig. Die Quelle und der Brunnen fallen jedoch in den Zuständigkeitsbereich der Stadt.

Antrag Kroetenbrunnen

Zu 2.: Es fällt auf, dass am Vorfluter am Güldenmorgenweg kein Wasser des Krötenbrunnens mehr ankommt. Offenbar verlässt das Wasser des Brunnens an unbekannter Stelle im Hangbereich das Betonkorsett des Grabens und versickert im Erdreich. Diese Situation erfordert eine umgehende Aufklärung und Behebung. Es handelt sich um ein hochsensibles Rutschgebiet und die Wassermenge ist bei weitem ausreichend um auf Dauer eine Gefährdung darzustellen.

Der Graben als Gewässer III. Ordnung fällt in den Zuständigkeitsbereich der VG.

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